Am 8. Mai 1945, also vor 81 Jahren, endete der Zweite Weltkrieg in Europa. An unserer Schule begehen wir diesen Tag seit 31 Jahren jedes Jahr als Friedenstag. In diesem Jahr findet unser Projekttag aus schulorganisatorischen Gründen am Montag, den 11. Mai, statt, und zwar von 8.30 – 13.30 Uhr (der Nachmittagsunterricht entfällt, die AGs finden statt). Das Motto lautet: „Frieden braucht Haltung – Wir klagen an!“
Gemeinsam wollen wir die Erinnerung wachhalten, aus der Vergangenheit lernen und uns dafür einsetzen, dass Frieden – durch uns und unsere Haltung – einen festen Platz bekommt.
Im Rahmen des Projekttages nehmen die Schüler.innen an vielfältigen Aktionen teil: Einige beschäftigen sich mit Stolpersteinen in unserer Umgebung, z.B. in Herne oder Bochum und lernen mit Hilfe der App „Stolpersteine NRW“ Einzelschicksale kennen. Andere gestalten eigene Friedenssteine oder setzen sich mit dem Leben von Kindern im Zweiten Weltkrieg sowie in heutigen Konfliktregionen auseinander. Auch Spiele und ein Workshop zum Demokratielernen des Vereins Deutsche Gesellschaft e.V. stehen auf dem Plan.
Zudem erkunden Gruppen die Ausstellung des Volksbundes „Wege zum Frieden. Kriegsfolgen und Friedensprozesse“ und beschäftigen sich mit aktuellen Kriegen und Konflikten. Viele Schüler.innen besuchen die Lesung „Schüsse in der Stille“ von Celina Keute, die über die Erlebnisse ihres Urgroßvaters im Zweiten Weltkrieg berichtet. Eine Gruppe von Oberstufenschüler.innen hat sich dazu entschieden Kriegsgräber auf dem Südfriedhof in Herne zu reinigen und damit einen wichtigen Beitrag zum Gedenken zu leisten. Begleitet werden sie dabei von der Bildungsreferentin des Volksbundes, Frau Wilke. Die „Wiko-Schüler.innen“, Integrationsschüler.innen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtungen, besuchen die Islamische Gemeinde Röhlinghausen und diskutieren über die Gleichberechtigung von Frau und Mann.
Wir wünschen allen Beteiligten einen lehrreichen und eindrucksvollen Friedenstag!
Aniela Thomalla-Pott, im Namen des PG-Friedenstagsteams
Schülerinnen-Bericht zum PG-Friedenstag:
Am Montag, den 11.05.2026, besuchte die Autorin Celina Keute das Pestalozzi‑Gymnasium am Friendenstag ,um Auszüge aus ihrem Buch vorzulesen und die Geschichte ihres Urgroßvaters Hermann Kronemeyer zu erläutern.
Sie berichtete, wie ihr Urgroßvater in seiner Jugend in den Zweiten Weltkrieg ziehen musste und als Soldat gegen seine ehmaligen Freunde kämpfte. Vor seiner Kriegslaufbahn hatte er häufig Kontakt zu Kriegsgefangenen. Zudem schilderte er, dass er Explosionen von Panzern miterlebte und oft die Tode seiner Kameraden miterlebte.
Die Schüler reagieren interessiert und betroffen durch die persönlichen Erlebnisse und werden angeregt, konstruktive Rückfragen zu stellen sowie. Sie bemühen sich stets, weitere Informationen zu erhalten, um den Zusammenhang zu verstehen. Ihnen wurde der Geschichtsverlauf und die Bedeutung der geschichtlichen und sozialen Auswirkungen des zweiten Weltkrieges gezeigt.
Mit diesem Besuch sollen den Schülerinnen und Schülern die Vergangenheit sowie die Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs nähergebracht werden. Es ist wichtig, die Lernenden aufmerksam zu machen und sie engagiert über diese historischen Ereignisse zu informieren.
Anika, Emmy & Lara (9c)



