Sozialwissenschaften – Politik / Wirtschaft

Die Fachgruppe Politik/Wirtschaft und Sozialwissenschaften sieht sich besonders dem Leitziel verpflichtet, die ihr anvertrauten Schüler.innen (fortan: SuS) in der mündigen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu unterstützen. Daher deckt das Fach eine große Bandbreite an Themen innerhalb der gleichberechtigten Inhaltsfelder Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ab. Ein großes Augenmerk wird hierbei auf Aspekte wie Aktualität, Kontroversität und Beispielcharakter gelegt. Zusammen mit der Vermittlung eines grundlegenden Orientierungswissens sowie wichtiger Methodenkompetenzen (z. B. Analyse von Statistiken, Grafiken, politischen Reden, etc.) ermöglicht dies den SuS eigene Interessen und Fragen einzubringen und gewonnene Erkenntnisse und Fertigkeiten auf Themen ihrer Lebenswelt zu übertragen. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umwälzungen und oft überhitzter und verkürzter öffentlicher Debatten ist es der Fachgruppe ein besonderes Anliegen, die Selbstkompetenz der SuS zu stärken, sich durch Abwägung von Fakten und Argumenten eine unabhängige Meinung bilden zu können und gleichzeitig offen für konträre Standpunkte und Ideen in Bezug auf gesellschaftliche Entwicklungen zu sein. Dazu sieht sich die Fachgruppe dem Gebot der politischen Neutralität ganz besonders verpflichtet.

Das Fach Politik/Wirtschaft wird in der Sekundarstufe I in den Jahrgängen 5, 8 und 9 jeweils zweistündig unterrichtet. Es werden keine Klassenarbeiten geschrieben, jedoch sieht das Schulcurriculum verschiedene Möglichkeiten der Leistungsüberprüfung vor, um diversen Lerntypen gerecht zu werden (z. B. Vorträge, Mappenführung, kurze schriftliche Leistungsüberprüfungen, etc.). Um dem Anspruch des Realitätsbezuges und der Stärkung der Handlungskompetenz in besonderer Weise gerecht zu werden, ist die unterrichtsbegleitende Teilnahme am Planspiel Börse (in Kooperation mit der Sparkasse Herne) im Jahrgang 9 im Curriculum verankert. In der Sekundarstufe I bestehen im Differenzierungsbereich zudem weitere Wahlmöglichkeiten mit wirtschaftlichen Schwerpunkten.

In der Sekundarstufe II – nun als Fach „Sozialwissenschaften“ – werden die gewonnenen Erkenntnisse erweitert und vertieft; in der Jahrgangsstufe 10 – der sogenannten Einführungsphase – besteht hierbei die Möglichkeit, zum ersten Mal Klausuren zu schreiben (was im Hinblick auf Leistungskurswahlen eine wichtige Orientierungshilfe darstellen kann); in diesem Falle ergibt sich dadurch die Gesamtnote zu gleichen Teilen aus den Klausurergebnissen und der sonstigen Mitarbeit im Unterricht. In der Sekundarstufe II spielt die Vermittlung methodischer Kompetenzen im Hinblick auf die Wissenschaftspropädeutik eine besondere Rolle, um die Studierfähigkeit aller SuS zu gewährleisten. Auch wird durch die Vermittlung wissenschaftlicher Theorien und Modelle ein höherer Abstraktionsgrad erreicht, der es den SuS ermöglicht, Erkenntnisse aus der Bearbeitung exemplarischer Fälle auf weitere Beispiele anzuwenden. Dies ist in einer zunehmend globalisierten und komplexen Lebenswirklichkeit von großer Bedeutung. Ab der Jahrgangsstufe 11 – also dem Eintritt in die Qualifikationsphase – geschieht dies wahlweise in dreistündigen Grundkursen oder fünfstündigen Leistungskursen. Die Belegung als Leistungskurs bedeutet eine verpflichtende Teilnahme an schriftlichen Klausuren sowie die Festlegung als Abiturfach. Im Grundkurs ist ebenfalls eine schriftliche Belegung möglich, um, sofern gewünscht, die Abiturprüfungen als drittes oder viertes (mündliches) Fach absolvieren zu können. Bei Abwahl des Faches wird in der Jahrgangsstufe 12 (Q2) durch einen Zusatzkurs sichergestellt, dass Kernkompetenzen und Grundkenntnisse dieser wichtigen Gesellschaftswissenschaft vermittelt werden.

Eine Besonderheit des Schulprofils ist die Möglichkeit eines bilingualen Bildungsganges, also des Fachunterrichts in englischer Sprache. Hierdurch wird die interkulturelle Handlungsfähigkeit, gerade im Hinblick auf internationale Studien- und Berufsoptionen, massiv gestärkt (vgl. hierzu auch die Informationen zum Fach Englisch). Dies geschieht in der Sekundarstufe I in den Jahrgangsstufen 8 und 9 im zweistündigen Fachunterricht; in der Sekundarstufe II werden die SuS in einem dreistündigen Grundkurs auf das bilinguale Abitur in mündlicher oder schriftlicher Form vorbereitet. Hierzu ist die Teilnahme an Klausuren sowie die Belegung eines Leistungskurses im Fach Englisch nötig. Eine Belegung als mündliches Fach ist ebenso möglich, jedoch wird hierbei kein gesondertes Zertifikat über ein bilinguales Abitur vergeben. Die Inhalte sind deckungsgleich mit dem deutschsprachigen Curriculum, um die Vergleichbarkeit sicherzustellen. Es besteht die Möglichkeit, das bilinguale Abitur im Fach Sozialwissenschaften abzulegen und ein Zertifikat darüber zu erhalten.

Zuletzt hat die Fachschaft neue Lehrwerke für die Sekundarstufe II angeschafft, die einen differenzierten Unterricht auf einer gemeinsamen Grundlage unterstützen. Die Ausstattung des Fachraumes für Gesellschaftswissenschaften mit zeitgemäßen Materialien ist ein weiterer wichtiger Baustein für den Fachunterricht.

 

Schulinternes Curriculum

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