Mein Name ist Atilla Erkal, und ich habe mein Abitur am Pestalozzi-Gymnasium Herne abgelegt. Heute studiere ich Medizin und durfte in den vergangenen Jahren wertvolle akademische und klinische Auslandserfahrungen sammeln – unter anderem an der University of Oxford und der Stanford University. Rückblickend ist mir besonders bewusst geworden, dass viele dieser Möglichkeiten ihren Ursprung bereits in meiner Schulzeit hatten.
Ein entscheidender Schritt: die Studienstiftung des deutschen Volkes
Während meiner Schulzeit am Pestalozzi-Gymnasium wurde ich von meiner Schule für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen. Diese Empfehlung war für mich ein entscheidender Wendepunkt. Nach dem Auswahlverfahren wurde ich in die Studienstiftung aufgenommen – eine Förderung, die mich bis heute begleitet.
Die Studienstiftung unterstützt ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten nicht nur finanziell, sondern auch ideell. Diese Kombination hat mir über die Jahre ermöglicht, mein Studium intensiv zu verfolgen, mich wissenschaftlich weiterzuentwickeln und internationale Erfahrungen zu sammeln. Ohne diese Förderung wären viele dieser Schritte in dieser Form kaum realisierbar gewesen.
Internationale Erfahrungen in Oxford und Stanford
Im Rahmen meines Medizinstudiums durfte ich ein klinisches Elective im Bereich der kardiovaskulären Medizin an der University of Oxford absolvieren. Dort war ich in den klinischen Alltag integriert, nahm an Visiten, Fallbesprechungen und Lehrveranstaltungen teil und konnte erleben, wie evidenzbasierte Medizin in einem internationalen Umfeld praktiziert wird.
Zusätzlich hatte ich die Möglichkeit, ein Observership an der Stanford University in den USA zu absolvieren. Besonders beeindruckend war dort die enge Verbindung von klinischer Medizin, Forschung und Innovation. Der offene Austausch, das interdisziplinäre Arbeiten und der internationale Blick auf medizinische Fragestellungen haben meinen Horizont erheblich erweitert.
Wissenschaftliches Arbeiten: Doktorarbeit in Heidelberg
Parallel zu meinen klinischen Auslandserfahrungen habe ich meine Doktorarbeit an der Universität Heidelberg im Bereich der experimentellen Kardiologie durchgeführt. In meiner Forschung beschäftigte ich mich mit der Wirkung moderner Medikamente auf strukturelle Veränderungen des Herzens in komplexen Krankheitsmodellen.
Die intensive wissenschaftliche Arbeit hat mir gezeigt, wie wichtig Ausdauer, kritisches Denken und Teamarbeit sind. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie wertvoll es ist, klinische Erfahrungen mit Forschung zu verbinden – ein Ansatz, der meine weitere akademische und berufliche Ausrichtung maßgeblich geprägt hat.
Digitale Medizin und Wissensvermittlung
Neben Studium und Forschung beschäftige ich mich intensiv mit digitaler Wissensvermittlung. Aus diesem Interesse heraus habe ich die Plattform medrechner.com mitentwickelt – eine deutschsprachige Website mit medizinischen Rechnern und Erklärungen, die Studierenden und Ärztinnen und Ärzten im klinischen Alltag helfen soll, medizinische Zusammenhänge besser zu verstehen und sicher anzuwenden.
Die Arbeit an diesem Projekt hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, medizinisches Wissen verständlich, zugänglich und praxisnah aufzubereiten – eine Fähigkeit, die bereits in der Schulzeit durch strukturiertes Denken und eigenständiges Lernen gefördert wird.
Dankbarkeit gegenüber meiner Schule
Bei all diesen Stationen ist mir eines besonders wichtig: Der Weg beginnt oft viel früher, als man denkt. Das Pestalozzi-Gymnasium Herne hat mich nicht nur fachlich vorbereitet, sondern mir auch den Mut gegeben, ambitionierte Ziele zu verfolgen. Die Empfehlung für die Studienstiftung war ein großes Vertrauenszeichen, für das ich bis heute sehr dankbar bin.
Ich hoffe, dass mein Weg auch anderen Schülerinnen und Schülern zeigt, dass internationale Erfahrungen und akademische Ziele erreichbar sind – unabhängig davon, wo man seine schulische Laufbahn beginnt. Engagement, Neugier und Unterstützung durch Schule und Förderwerke können Türen öffnen, die man sich zu Schulzeiten oft noch gar nicht vorstellen kann.
Ausblick
Meine bisherigen Erfahrungen haben meinen Wunsch bestärkt, Medizin nicht nur lokal, sondern international zu denken – in Forschung, Lehre, klinischer Praxis und digitaler Innovation. Für die Zukunft wünsche ich mir, diese Erfahrungen weiterzugeben und junge Menschen zu ermutigen, Chancen wahrzunehmen, wenn sie sich bieten.
Dem Pestalozzi-Gymnasium Herne bin ich dabei bis heute eng verbunden – als Ort, an dem mein Weg entscheidend mitgeprägt wurde.
Atilla Erkal



