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Zweitzeugen-Workshop der Klasse 8b

„Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst zum Zeugen werden.“ – Elie Wiesel

Die Klasse 8b hatte einen ganz besonderen Tag: Julie war als Zweitzeugin zu Gast und erzählte die Lebensgeschichte von Rolf Abrahamsohn aus Marl. Mit eigenen Erzählungen, Originalaufnahmen und Fotos brachte sie seine Biographie nicht nur informativ, sondern auch bewegend nahe. Gleich zu Beginn sammelten die Schüler.innen ihr Vorwissen, indem sie Zitate von Zeitzeuginnen lasen und diskutierten. Neben der persönlichen Geschichte wurde auch viel historisches Wissen vermittelt: von den ersten Boykotten jüdischer Geschäfte über die zahlreichen Verbote und Entrechtungen bis hin zu den Deportationen, die schließlich in der Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten mündeten. Durch interaktive Methoden, die den Alltag jüdischer Menschen während dieser Zeit Schritt für Schritt erfahrbar machten, wurde deutlich, wie radikal sich das Leben damals veränderte. So erfuhren die Jugendlichen, wie Rolf als jüdischer Junge den Nationalsozialismus erlebte, in mehrere Konzentrationslager deportiert wurde und trotzdem überlebte. Anschließend hatten sie die Jugendlichen Gelegenheit, ihre Gedanken auszutauschen und die Brücke in die Gegenwart zu schlagen: Welche Verantwortung tragen junge Menschen heute, wenn es um Antisemitismus, Diskriminierung und Ausgrenzung geht? Am Ende entwickelten sie Ideen, wie sie selbst als „Zweitzeugen“ aktiv werden können, indem sie Rolfs Geschichte weitertragen. Ein großes Dankeschön an Julie von Zweitzeugen e.V. für diesen Tag, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern die Klasse 8b auch berührte und Mut machte, selbst Haltung zu zeigen.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Talenttage Ruhr https://talenttageruhr.de statt.

Karin Fiedler

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