Luther im Visier der Bilder

Am Montag, den 26. Juni, besuchte der Grundkurs Ev. Religionslehre der Q 1 (Herr Dr. Geck) die Ausstellung „Der geteilte Himmel“ im RUHR-Museum. Es gab zunächst eine Führung durch einen Mitarbeiter des Museums. Dann erhielten wir Aufgaben, mit denen wir uns weitere Teile der Ausstellung eigenständig erarbeiteten. Die Ausstellung im RUHR Museum auf der Zeche Zollverein in Essen erzählt die Entwicklung der Kirchen, Konfessionen und Religionen an Rhein und Ruhr vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart. Es gab uralte Gemälde und Bücher, Schriftstücke und mobile Denkmäler zu sehen. Die Reformation wurde als der Beginn der Pluralisierung (Vervielfältigung) der Konfessionen (evangelisch – katholisch) dargestellt, die sich heute in dem Nebeneinander der vielen Religionen fortsetzt. Wir lernten Ähnlichkeiten und Unterschiede der großen Religionen (Judentum – Christentum – Islam) kennen. Sie alle geben den Menschen Orientierung bei der Lebensgestaltung und bei der Bewältigung der Todesproblematik. Auch an unserer Schule sind diese Religionen vertreten. Deshalb war der Besuch der Ausstellung auch für unseren Schulalltag sehr nützlich. Vielleicht sollten zukünftig einmal religiös gemischte Gruppen die Ausstellung besuchen, die in Essen noch bis zum Herbst 2017 zu sehen ist.

Tobias John, GK Ev. Religionslehre Q 1

Interessierte sind herzlich zu der nachfolgend beschriebenen Ausstellung und den genannten Veranstaltugen im Luther-Jahr eingeladen.

Ausstellung vom 8. Oktober 2017 bis zum 20. Januar 2018 im Institut für Stadtgeschichte / Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen an der Hohenzollernstraße 12:
Veranstalter ist das Institut für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen (IKZG-RE), der Ev. Kirchenkreis Recklinghausen und das Institut für Stadtgeschichte / Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen. Kurator der Ausstellung ist Prof. Dr. Albrecht Geck (IKZG-RE).
Die Ausstellung zeigt originale Drucke und Gemälde aus fünf Jahrhunderten. Alle Exponate stammen aus der Luthersammlung des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen (IKZG-RE). Der Eintritt ist frei.

Vernissage am 8. Oktober 2017 um 17.00 Uhr:
mit Imbiss und einem kurzen Vortrag von Prof. Dr. Albrecht Geck (IKZG-RE) zur Einführung

Finissage am 20. Januar 2018 um 17.00 Uhr:
mit Buchvorstellung „Das Dreifachjubiläum im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen“ als Band 7 des Recklinghäuser Forums zur Geschichte von Kirchenkreisen

Martin Luther (1483-1546) gehört zu den am häufigsten porträtierten Personen westlicher Kirchen- und Kulturgeschichte: Von Lucas Cranach d.Ä., der Luther als Mönch, als Doktor der Theologie, als Kirchenvater, als Ehemann usw. darstellte, bis zum Luther der Gegenwart, die ihn als mediales Icon, als großen Kommunikator oder als Werbe-Ikone versteht. Dazwischen liegen Lutherbildnisse aus allen Epochen: Luther als milde lächelnder Pietist, als skeptisch blickender Aufklärer, als romantisches Genie oder als visionärer Monarchist. Luther als Glaubensheld und als Prediger, als Freiheitskämpfer, aber auch als „Nationalsozialist“. Erkennbar wird die Geschichte einer Nation im Spiegel der Bildnisgeschichte eines Individuums. Welches ist das für die Gegenwart typische „Lutherbild(nis)“?

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Instituts für Stadtgeschichte zugänglich. Sie ist hervorragend geeignet für den Besuch mit Gemeinde- und Schulgruppen.

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