Inklusion

Inklusion heißt: „Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht mehr integrieren und an die Umwelt anpassen, sondern diese ist von vornherein so ausgestattet, dass alle Menschen gleichberechtigt leben können – egal wie unterschiedlich sie sind. Das Ideal der Inklusion ist, dass die Unterscheidung „behindert/nichtbehindert“ keine Relevanz mehr hat.“ Für ein Gymnasium bedeutet dies konkret, Kinder mit Förderschwerpunkten zieldifferent, nach ihren individuellen Fähigkeiten ausgerichtet bestmöglich zu fördern und zu fordern. Inklusion ist das Ziel eines langen Weges, auf den sich die Schule gemacht hat. Es bleibt zu hoffen, dass Politiker und andere Entscheidungsträger diesen Weg finanziell und unbürokratisch unterstützen, die Lehrkräfte weiterhin motiviert und idealistisch ihre Aufgaben erfüllen und die Kinder weiterhin ihre wunderbare Motivation zum gemeinsamen Lernen bewahren können.

! Diversity – mit Unterschieden leben lernen!

  • Entwicklung einer menschlichen, sozialen und wirtschaftlichen Gesellschaft unter uneingeschränkter Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
  • Sozialcharta, Streitschlichtung und Workshops bilden die soziale Basis
  • Gleichberechtigte Teilnahme an der Gemeinschaft

Unterschiede in der Inklusion

  • man bekommt unterschiedliche Arbeitsblätter
  • man schreibt unterschiedliche Arbeiten
  • man wird in unterschiedlichen Räumen unterrichtet
  • man hat ein unterschiedliches Lerntempo

Gemeinsamkeiten in der Inklusion

  • gemeinsam zu lernen und Spaß zu haben
  • sich gegenseitig zu helfen
  • Rücksicht zu nehmen und über Fehler der anderen nicht zu lachen

Besondere unterstützende Maßnahmen

  • Gemeinsame Teilnahme mit Regelkindern an dem Musikschwerpunkt
  • Zusammenarbeit mit Förderlehrkräften um die Binnendifferenzierung zu garantieren
  • Individuelle Betreuung der Kinder durch Lernpaten bei Hausaufgaben, Lesen und Rechnen
  • Festigung der Lesekompetenz der Kinder mithilfe von Lesepatenschaften von Eltern
  • Erarbeitung eines Smartmobs in der Herner Innenstadt zur Stärkung des Klassengefühls im Rahmen des Inklusionsprojektes „Wir sind einfach bunt“

Herausforderungen und offene Fragen

  • Wie kann die technische, räumliche und personelle Ausstattung gesichert werden, die die Förderkinder zum Erreichen eines adäquaten Abschlusses benötigen? Wie können die Fächer Technik und Arbeitslehre unterrichtet werden, die unabdingbar im Rahmenplan der Förderschule verankert sind? Hier muss der Wahlpflichtbereich II (Jahrgangsstufe 8) weiter ausgebaut und angepasst werden.
  • Was geschieht mit den Kindern nach der Klasse 9? Durch die Verkürzung der Schulzeit fällt das Ende der Sekundarstufe I am Gymnasium nicht mit dem Ende der Schulzeit nach Förder- und Hauptschulvorgaben zusammen. Hier ist eine sinnvolle berufliche Orientierung gefragt, die jedoch von den Bedürfnissen des bisherigen gymnasialen Schülerklientels deutlich abweicht. Schließlich sollte ein möglichst hoher und qualifizierter Schulabschluss auch für die Förderkinder das oberste Ziel der schulischen Ausbildung darstellen.
  • Wie kann eine inklusive Haltung auch außerhalb der zieldifferent unterrichteten Klassen erreicht werden? Hier sind das Engagement und der Idealismus aller an Schule beteiligten Gruppierungen gefragt.
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